Aborte sind etwas, womit sich landwirtschaftliche Betriebe niemals gerne befassen, dennoch ist es wichtig, sie zu überwachen. Viele Faktoren können die Fehlgeburtsraten beeinflussen – Hitzestress, Krankheiten, Futterumstellungen, der Zeitpunkt von Impfungen und vieles mehr. Wenn Aborte konsequent erfasst werden, kann UNIFORM dabei helfen, diese Ereignisse in nützliche Erkenntnisse über den Bestand umzuwandeln.
In der Übersicht zur Fruchtbarkeitsanalyse können Aborte über verschiedene Zeiträume hinweg ausgewertet und nach der Trächtigkeitsdauer (TD) gruppiert werden:
- Unter 90 Tagen
- 91 – 180 Tage
- Über 180 Tage (bis zu 260)
Dadurch lassen sich Fragen wie die folgenden leichter beantworten:
- Nimmt die Zahl der Fehlgeburten zu oder ab?
- Zu welchem Zeitpunkt der Trächtigkeit treten sie am häufigsten auf?
- Hat sich etwas in Hinsicht der Fütterung, der Haltungsbedienungen oder des Impfzeitpunkts geändert?
- Betrifft dies alle Kühe oder nur bestimmte Gruppen?

Profi-Tipp: Wie auch in den anderen Bereichen der Übersicht zur Fruchtbarkeitsanalyse können Sie auf die Schaltfläche [i] klicken, um zu sehen, welche Tiere zu dieser Gesamtzahl beitragen.
So geben Sie Fehlgeburten ein
UNIFORM erledigt einen Großteil der Arbeit automatisch, doch wenn man versteht, wie es funktioniert, gewinnt man mehr Sicherheit bei der späteren Auswertung von Entwicklungen.
Eine Fehlgeburt kann als Trächtigkeitsstatus eingetragen werden.
Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn das Tier eine Fehlgeburt erleidet, aber keine neue Laktation beginnt.
Falls eine neue Laktation beginnt, haben Sie zwei Möglichkeiten:
- Geben Sie den Trächtigkeitsstatus [Fehlgeburt] ein und anschließend das Kalbungsdatum und geben das Kalb als gestorben ein.
- Oder Sie legen nur die Kalbung an mit dem gestorbenem Kalb – UNIFORM berücksichtigt die Fehlgeburt dann gegebenenfalls automatisch im Bericht Fruchtbarkeitsanalyse.
Gut zu wissen
- Nur Fehlgeburten die als Trächtigkeitsstatus erfasst wurden, können später im Listengenerator abgerufen werden.
- Wird eine vorzeitige Kalbung erfasst und das Kalb als [lebend] gekennzeichnet, wird dies nicht als Fehlgeburt gewertet.
- Wird das Kalb als [tot] erfasst, wird es gegebenenfalls sowohl bei der Totgeburten-Rate als auch bei den Fehlgeburtenzahlen berücksichtigt.
- Wird die Kalbung ohne Kalb erfasst, beginnt für die Kuh eine neue Laktation, die Fehlgeburt wird gezählt und es wird keine Totgeburten-Rate gespeichert.
Beispiel für diesen Arbeitsablauf


Ein Blick auf MyHerd (Version 6)
Einige Betriebe haben die Beraterversion möglicherweise noch nicht kennengelernt.
UNIFORM Beraterversion ist eine neuere cloudbasierte Plattform von UNIFORM. Heute nutzen bereits viele Berater die Plattform, um aus Betriebssystemen hochgeladene Herden-Daten zu überprüfen, sodass die in Ihrem aktuellen Programm eingegebenen Daten von überall aus eingesehen werden können. Einige Betriebe entscheiden sich auch dafür, UNIFORM Beraterversion parallel zu ihrem installierten UNIFORM Programm zu nutzen. So können Betriebe die neuere Plattform erkunden und gleichzeitig mit dem System weiterarbeiten, das sie bereits kennen.
Während die vertrauten Berichte in der Beraterversion aktualisiert werden, kommen neue Funktionen hinzu, wobei der gleiche praktische Berichtsstil beibehalten wird, den viele Betriebe bereits kennen.
Derselbe Bericht – neuer Einblick

In dieser Version werden Fehlgeburten separat wie folgt dargestellt:
- Registrierte Fehlgeburten
- Berechnete Fehlgeburten
Zu den berechneten Aborten können Situationen zählen wie Brunstperioden oder erneute Besamungen bei Kühen, die zuvor als trächtig gekennzeichnet waren.
Dies bietet einen besseren Einblick in die Herkunft der Zahlen und kann dazu beitragen, das Vertrauen in die Daten zu stärken.